Geschichte des Mülls PDF Drucken E-Mail

Von Beginn an gab es Müll!

Abfälle gab es schon immer. Allerdings brauchten sich die Neandertaler nicht wirklich um den Müll sorgen, denn alles was sie benutzen kam direkt aus der Natur und verrottete entweder oder blieb (so z.B. Muscheln und Metallteile) ohne Schaden für die Umwelt zum Teil an extra ausgewiesenen Plätzen liegen. Später dann wurde z.B. Metallgegenstände einfach wieder eingeschmolzen und für etwas anderes gebraucht.

Auch die ersten Jahrhunderte nach Christus Geburt zeugten noch von Hygiene und Sauberkeit als Reinheitsgebot für jeden Bewohner. Doch mit den kulturellen Veränderungen, der Entstehung von größeren Orten und Städten, kam es speziell im Mittelalter zu einer Anhäufung von Müll und Unrat auf den Straßen, die für uns jetzt unvorstellbar sind. Die Einwohner warfen einfach alles nach draußen, die herum laufenden Tiere nahmen sich das Verwertbare, der Rest blieb einfach liegen. Auch die Abwasserentsorgung existierte noch nicht, so dass das Trinkwasser fast permanent verschmutzt wurde. Daraus entstanden auch die zahlreichen großen Seuchen wie Pest und Cholera im Mittelalter. Aber auch noch im 19. Jahrhundert wurde Europa von diesen Krankheiten heimgesucht.

Bereits im 13. Jahrhundert wurden die ersten Versuche unternommen, dem Müllproblem Herr zu werden. Durch die Pflasterung der Straßen, speziell in größeren Orten, konnten wenigstens an diesen Stellen der Abfall zusammen gekehrt und fortgebracht werden. Die Zuständigkeit variierte und in Wien wurden zum Beispiel aufgegriffene Dirnen zu Säuberungsarbeiten zwangsverpflichtet. Später übernahmen das Sträflinge.

Erst 300 Jahre später, ab dem 16. Jahrhundert verordnete der hohe Senat in Hamburg, dass alle Einwohner viermal im Jahr ihr Gerümpel, Tierkadaver und jeglichen Abfall von den Grundstücken zu entfernen hatten und ebenso Straßen und Plätze zu reinigen. Erstmals wurde auch die Abfallbeseitigung in öffentliche Hände übertragen. Der so genannte Gassenmeister war zuständig für den Abtransport von Müll und Unrat.  Als erste Vorstufe der Deponierung in Deutschland stellte Berlin 1887 drei Gemeindegrundstücke zur Ablagerung von Müll zur Verfügung, die Verantwortung lag bei der Stadt. Zur gleichen Zeit wurden schon Müllverbrennungsanlagen gebaut.
Es sollte aber noch fast 100 Jahre dauern, bis der Gedanke des flächendeckenden Recycling seinen Durchbruch hatte.

Detaillierte Geschichte siehe www.jugendumwelt.de/juckreiz/jr33/08muellgeschichte

Für die Umwelt und damit für die Menschen erwies sich der Aufbau des Recycling in vielen Bereichen der Abfallwirtschaft als Meilenstein. Doch leider wurde anfangs noch relativ viel Müll auf Deponien gelagert, was dazu führte, dass auch Grundwasser verunreinigt wurde. Um solche Altlasten zu vermeiden, wurde 1996 die Deponieverordnung erlassen: Abfälle, die nicht wieder verwertet werden können, müssen so behandelt werden, dass sie für künftige Generationen keine Belastung darstellen. Die Deponieverordnung gilt bereits seit 1.1.2004 (in einigen Ausnahmen ab Ende 2008) und führt dazu, dass noch mehr Abfall direkt beim Konsumenten oder Produzenten in verschiedene Fraktionen getrennt wird, dass diese verschiedenen Fraktionen spezialisierten Recycel-Unternehmen zugeführt werden, und dass der restliche Müll durch spezielle Verfahren so aufbereitet wird, dass nur mehr vorbehandelter, für die Gesundheit und Umwelt weitgehend ungefährlicher Abfall abgelagert wird.  

Diese Vorbehandlung findet in zahlreichen Stufen statt und die Anton Mayer Ges.m.b.H. ist darauf spezialisiert. Durch die Sortierung, Trennung und Aufbereitung des Müllaufkommens kann ein hoher Teil des Abfalls als Brennstoff wieder verwertet werden. Das heißt der im Müll vorhandene Heizwert wird ganz speziell wieder in Verbrennungsanlagen, aber auch in der Industrie, z.B. Zementindustrie, eingesetzt um Energie-Rohstoffe zu sparen. Und die Menge an Restmüll wird auf ein Minimum reduziert.


Weitere Informationen unter www.richtigsammeln.at/article/archive/312